Bewertung von Technologien zur Aufbereitung von Fermentationsrückständen aus Vergärungsanlagen

Das an Deutschland adressierte EuGH Urteil wegen zu hoher Nitratwerte im Grundwasser zeigt ein drängendes Problem auf, für das Landwirtschaft wie Umweltverbände nach einer Lösung suchen. Es gilt, die aus großen Mengen Flüssigkeit (über 90 % Wasseranteil) bestehende Düngung mit Gülle  ̶   eine Hauptursache für den Nitrateintrag in Gewässer und Grundwasser  ̶  als auch Reststoffe mit Nitrat- und Phosphat-haltigen Fermentationsrückständen aus Biogasanlagen so auszubringen, dass kein problematischer Eintrag durch Nitrat und Phosphat entsteht.

In diesem Projekt wird untersucht, wie der aktuelle Stand der Technik zum Entzug von Wasser aus dem flüssigen Gärprodukt ist und in welchen Bereichen belastbare Daten zur Verfahrensbeurteilung in nicht ausreichendem Maße vorliegen. Außerdem sollen Möglichkeiten untersucht werden, um die Probleme der Handhabung von Fermentationsrückständen zu mindern und ggf. alternative Düngemittel zu eruieren, die in ihren Eigenschaften den Mineraldüngern ähneln.

Mögliche Lösungsansätze sollen auf ökonomische, ökologische und soziale Trade Offs untersucht werden. Die Trade Offs werden in eine Gesamtbilanz (life cycle assessment) integriert.

Auch unter Berücksichtigung von Kostenszenarien soll die Umsetzung von Pilotprojekten zur Realisierung großtechnischer Lösungen vorgeschlagen werden.

Projektpartner:

  • Bayerisches Landesamt für Umwelt
  • Institute of Materials Resource Management (MRM) University of Augsburg
  • Prof. Dr. Richard Weihrich
  • Prof. Dr. Alois Heißenhuber

Ansprechpartner

Prof. Reinhard Büchl
+49 841 9932 230 0
Reinhard.Buechl@inas-institut.de